Wenn dein Hund nervt

Manchmal wünschst du dir deinen Hund auf den Mond? Und wenn nicht deinen Hund dann schon mal fremde Hunde, die einfach in euch reinrennen oder die ignorante Hundehalter*in, die nicht weiß, was eine Hundeleine ist. Und am Ende des Tages bist du auch noch von dir selbst genervt… Wenn ich von mir selbst genervt bin, werde ich schnell unfair meinen Hunden und anderen Menschen gegenüber. Das nervt mich dann meistens noch mehr…

Wenn du etwas für dich tun willst, damit du weniger genervt bist und damit du schnell aus diesem Zustand wieder rauskommst, gibt es hier drei Tipps für dich. Mit diesen drei Tipps kannst du nicht zaubern und es wird auch weiterhin doofe Situationen und auch mal schlechtere Tage geben, aber du wirst dich dann selbst unterstützen können. Damit es funktioniert, solltest du die drei Tipps ab jetzt immer wieder im Alltag nutzen – auch in einfachen und entspannten Momenten. Nur dann werden sie dir einfallen, wenn du sie wirklich brauchst.

Disclaimer: Falls du weiter genervt sein willst und dich das nicht stört, dann lies dir lieber einen anderen Artikel von unserer Seite durch.

1. Tipp: Atme!

Es hält dich am Leben und kann dir helfen, dich zu sortieren.

Wie oft ist es mir passiert, dass ich ohne kurz inne zu halten einfach losgehe und über das Ziel hinausschieße. Bewusstes Ein- und wieder Ausatmen sorgt für einen kurzen Moment der Ruhe – dein Hund kann sich sortieren und weil du dich entspannst und sich deine Muskulatur lockert, hat das oft einen tollen Effekt auf deinen Hund. Danach kannst du viel klarer weitermachen und vor allem Entscheidungen treffen. Verbinde das bewusste Ein- und wieder Ausatmen mit einer Berührung. Lege deine flache Hand dabei auf deinen Bauch oder dein Herz und fühle bewusst wie sich dein Bauch oder dein Brustkorb auf und ab bewegt, während du atmest.

Und los!

Eine Leserin schrieb mir in einer E-Mail, dass mein Tipp an sie einfach bewusst zu atmen, wenn der Spaziergang mit dem Hund nicht so entspannt lief, eine riesige Verbesserung für sie und ihren Hund brachte. Deshalb trau dich und atme einmal bewusst tief ein und wieder aus und lege deine flache Hand auf deinen Bauch oder dein Herz,

  • wenn du mit deinem Hund eine Trainingseinheit startest
  • wenn du mit deinem Hund die Wohnung oder das Haus verlässt
  • wenn du mit deinem Hund Leinenführigkeit übst
  • wenn du mit deinem Hund an einem anderen Hund vorbeigehst
  • wenn du mit deinem Hund an einer Straße warten musst
  • wenn dein Hund doch mal bellend in die Leine springt

Beginne das bewusste Atmen in einfachen Situationen, auch wenn du dich gut fühlst. Denn in schwierigen Momenten wirst du dann leichter auf diese Idee kommen.

Lesetipp: Fünf Dinge in deiner Körpersprache, die dich in der Kommunikation mit deinem Hund ausbremsen

 

2. Tipp: Bleib bei dir.

Du solltest deine Trainingsziele mit deinem Hund verfolgen und dich darum bemühen, dass es dir und deinen Vierbeinern gut geht. Das sollte an erster Stelle stehen: Wenn du gern mit Flexileine unterwegs bist, dann go for it. Solange du damit gut klar kommst, dein Hund damit gut klar kommt und ihr damit gut unterwegs sein könnt ohne andere zu stören und ohne dass es deinem Hund schadet.

Und wenn du mit Flexileinen so gar nicht zurecht kommst, dann bleib einfach bei deiner normalen Leine – egal, was ich oder jemand anderes empfehlen.

Lesetipp: Warum du dich nicht mit anderen Hundehalter*innen vergleichen darfst

Wie schnell fällst du dein Urteil?

Bei sich selbst zu bleiben bedeutet aber auch, nicht über andere zu urteilen. Natürlich passiert das immer automatisch und es ist auch menschlich, aber du kannst solche Gedanken stoppen und ihnen nicht so viel Raum und vor allem Gewicht geben. Ein Paar, was in unserer Nähe wohnt, geht 19 Uhr das letzte Mal raus mit ihrem Hund – zumindest beobachte ich das. Dass diese Menschen aber um vier Uhr früh das erste Mal mit ihrem Hund wieder rausgehen, sehe ich nicht. Ich sehe sie dann immer erst zwischen 7 und 8 mit ihrem Hund gehen, wenn ich die erste Gassirunde mache. Und wenn ich jetzt im Kopf ausrechne, dass der Hund zwischen 19 und 7:30 kein Pippi machen kann, finde ich das schon sehr lang – aber der Hund muss ja gar nicht so lange anhalten. 😉 Es sieht auf den ersten Blick für mich nur so aus. Die meisten Dinge passieren nämlich immer nur in unserem Kopf – das Gehirn spinnt sich alles zurecht und zieht Schlüsse. Das ist nicht immer hilfreich.

Übrigens hat der Hund von diesem Paar diesen Rhythmus so bestimmt und es funktioniert für alle Beteiligten sehr gut. Das ergab der Smalltalk mit unserem Nachbarn. 😀

Lesetipp: 3 Tipps für mehr Spaß mit deinem Hund – auch wenn dein Hund gerade schwierig ist

 

3. Tipp: Fokussiere dich auf die guten Dinge.

Ich meine sicher keinen blinden Optimismus und du sollst auch keine Probleme verdrängen. Aber mir geht es oft so, dass ich mich oft über Dinge ärgere, die keine große Sache sind. Ich rege mich auf, dass mein Laptop zu langsam läuft oder dass die Hunde trotz nasser schmutziger Pfoten gleich die Treppe hoch zu ihrem Frühstück gerannt sind. Sich zu ärgern hilft in den meisten Fällen nicht dabei eine Lösung zu finden. Wenn ich mich ärgere, spare ich kein Geld, um mir einen neuen Laptop zu kaufen, der bei heißen Sommertemperaturen kein Problem hat. Wenn ich mich ärgere, fällt mir auch nicht spontan ein, wie ich mit den Hunden trainieren kann, nicht sofort hungrig hoch zu rennen oder dass ich einfach ein Kindergitter an der Treppe befestigen sollte. 😀

Und ohne eine Lösung für mein Problem stresse ich mich nur. Deshalb solltest du dich nicht fragen, was dich stört, sondern wie du das lösen kannst.

Was läuft schon gut?

Konzentriere dich auf Erfolge und schöne Momente, denn so wirst du automatisch mehr davon in deinem Leben haben. Nicht weil plötzlich alles viel besser läuft, sondern weil du mehr von den schönen Dingen wahrnimmst. Und diese Lebensqualität kann dir niemand nehmen. Deshalb versuche ab heute für fünf Tage nicht über deinen Hund, andere Hundehalter*innen und andere Hunde zu jammern, sondern die schönen und tollen Momente wahrzunehmen und sprich über sie. Und halte sie auch gern jeden Tag schriftlich fest. Ein Dankbarkeitstagebuch kann dir dabei helfen.

 

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